Glasfaser Ausbau und Anbietertarife in Deutschland

Vierzig Jahre lang kam das Internet durch die Telefonleitung. Der Umstieg auf Glasfaser läuft seit Jahren, und er läuft überall verschieden schnell. Schlag nach, wie weit deine Gemeinde ist, wer dort baut und welche Anbieter schon verkaufen.

9.117 Gemeinden, Ausbaulage aus dem Breitbandatlas des Bundes.

Deutschlandkarte mit den Gebieten, in denen Glasfaser verlegt wird

Wie viel Glasfaser schon liegt

In den 9.117 Gemeinden dieser Seite können heute 41 Prozent der Haushalte einen Glasfaseranschluss bekommen. Die Zahl ist nach Einwohnern gewichtet. Ungewichtet zählte Helgoland so viel wie Köln.

Der Durchschnitt verdeckt allerdings, worum es geht. Zwischen den Ländern liegen mehr als fünfzig Punkte: Bremen steht bei 84 Prozent, Thüringen bei 27. Und innerhalb eines Landes geht es genauso weit auseinander, weil Ausbaugebiete an Gemeindegrenzen enden.

Gemeinden nach Ausbaustand: von „gar nicht“ bis „durch“. Gemeldet wird je Gemeinde, nicht je Hausnummer.

Die Länder im Vergleich

  1. Bremen 84 %
  2. Niedersachsen 68 %
  3. Schleswig-Holstein 66 %
  4. Hamburg 50 %
  5. Hessen 45 %
  6. Mecklenburg-Vorpommern 43 %
  7. Brandenburg 42 %
  8. Sachsen-Anhalt 41 %
  9. Berlin 40 %
  10. Nordrhein-Westfalen 38 %
  11. Saarland 37 %
  12. Bayern 36 %
  13. Sachsen 35 %
  14. Rheinland-Pfalz 35 %
  15. Baden-Württemberg 30 %
  16. Thüringen 27 %

Zuletzt gemeldet

Glasfaserausbau in Abtsgmünd geht weiter

In Abtsgmünd sind die sogenannten „weißen Flecken“ beim Breitbandausbau nahezu vollständig beseitigt. Dafür wurden 750 Glasfaseranschlüsse gelegt und 50 Kilometer Tiefbau realisiert.

Abtsgmünd, Baden-Württemberg

Glasfaserausbau in Ense erreicht neue Phase

In den Enser Ortsteilen Bremen, Parsit und Ruhne haben die Bauarbeiten für das Glasfasernetz begonnen. Westnetz verlegt im Auftrag von Westconnect rund 30 Kilometer Glasfaserleitungen.

Ense, Nordrhein-Westfalen

Glasfaser-Ausbau in Collenberg abgeschlossen

Nach zwei Jahren ist der Glasfaserausbau in Collenberg beendet. Die Gemeinde verfügt nun über moderne Glasfaseranschlüsse, die von Glasfaser Plus eigenwirtschaftlich geplant und finanziert …

Collenberg, Bayern

Glasfaserausbau in Kirchhundem stockt

In Kirchhundem bleibt der flächendeckende Glasfaserausbau vorerst unerreicht. Beim Förderprojekt „Weiße Flecken“ waren bereits 81 Prozent des Tiefbaus abgeschlossen, als der zuständige …

Kirchhundem, Nordrhein-Westfalen

Warum die Leitung zählt und nicht der Tarif

Kupfer verliert mit jedem Meter. Wer zwei Kilometer vom Verteiler wohnt, bekommt aus derselben Technik weniger heraus als sein Nachbar am Ortseingang, und daran ändert kein Tarif etwas. Glas verliert praktisch nichts.

Deshalb steht auf jeder Ortsseite zuerst die Leitung und erst danach der Preis. FTTH heißt, das Glas endet in der Wohnung. FTTB heißt, es endet im Keller und die letzten Meter bleiben Kupfer. Das genügt meist, aber es ist nicht dasselbe.

Der zweite Unterschied fällt erst im Betrieb auf: Beim Fernsehkabel teilen sich die Haushalte eines Straßenzugs eine Leitung. Abends merkt man das. Bei Glasfaser nicht.

Haus mit Glasfaseranschluss bis in die Wohnung

Wie ein Anschluss zustande kommt

  1. Die Gemeinde wird erschlossen

    Ein Netzbetreiber entscheidet, ob er baut. Meist hängt das an einer Quote: Melden sich genug Haushalte vorab an, wird gebaut, sonst nicht. Genau darüber berichten die Meldungen auf den Ortsseiten.

  2. Der Hausanschluss wird gelegt

    Während der Bauphase ist er oft kostenlos, danach kostet er vier- bis fünfstellig. Wer wartet, zahlt.

  3. Du suchst dir einen Anbieter

    Auf offenen Netzen verkauft nicht nur der, der gebaut hat. Welche Anbieter an deiner Adresse zu haben sind, steht auf der Ortsseite.

Vernetztes Haus mit angeschlossenen Geräten

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